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Russland

Position
78° 27' S / 106° 51' E

Die Station liegt auf einer Höhe 3'488 Meter über Meer, sie befindet sich auf dem Eis über dem Vostoksee, etwa 1.400 km landeinwärts von der nächstgelegenen Mirnyj-Station und 1.250 km vom geographischen Südpol entfernt. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei -55° Celsius.

Geschichte
1957 errichteten russische Forscher die Vostok-Station zur Erforschung der irdischen Klimageschichte. Am 21. Juli 1983 wurde dort mit -89,2 °C die kälteste Temperatur der Erde gemessen. 1990 wurde von russischen, französischen und amerikanischen Forschungsstationen aus die Gewinnung von Eiskernen zur Klimaforschung gestartet. Wie sich später herausstellte, befindet sich die Bohrung genau über dem Vostoksee.

Information - Vostoksee
Russische und britische Wissenschaftler entdeckten den See 1994 und konnten seine Existenz 1996 durch die Kombination verschiedener Daten zweifelsfrei bestätigen. Aufgrund seiner Lage tief unter dem Eis handelt es sich um den wohl unberührtesten und ursprünglichsten See der Erde. Sein Wasser ist wahrscheinlich mehrere Millionen Jahre alt. Warum der See trotz seiner Durchschnittstemperatur von -3 °C nicht gefroren ist, ist Gegenstand aktueller Forschungen. Der Wostoksee ist der grösste von mehr als 150 bisher bekannten Seen, die sich unter dem Eispanzer der Antarktis befinden. Er befindet sich in der Nähe der russischen Wostok-Station und ist ein Süsswassersee.


Wissenschaft

Russische Forscher haben die Tiefbohrung über dem unter dem Eis liegenden Vostok-See in der Antarktis bereits auf rund 3656,5 Meter vorangetrieben.

Die Erforschung des unterglazialen Sees hatte im Jahre 1995 begonnen. Im Jahre 1998, als eine Tiefe von 3623 Metern erreicht wurde, mussten die Bohrarbeiten wegen des Fehlens umweltfreundlicher Technologien zeitweilig eingestellt werden. Bei der Analyse der Bohrkerne stellte sich heraus, dass die letzten 60 m kein Gletschereis mehr sind, sondern gefrorenes Seewasser. Die meisten bisherigen Erkenntnisse über den Wostoksee stammen aus dieser Bohrung. Ende Dezember 2005 wurden die Bohrarbeiten im Rahmen der 51. Antarktis-Expedition wieder aufgenommen.

Bei dem unter vier Kilometer dickem Eis gelegenen Binnensee Wostok handelt es sich um ein einzigartiges ökologisches Wassersystem, das seit Jahrmillionen von der Erdatmosphäre und vom obersten Teil der Biosphäre isoliert ist. Fehlendes Licht, hoher Wasserdruck (bis zu 400 Atmosphären) sowie ein besonderer Gas- und Chemiegehalt des Wassers, wie auch die lange Isolierung des Sees lassen auf die Existenz besonderer Lebensformen schliessen, die sich von den wissenschaftlich Bekannten wesentlich unterscheiden.

Die Fachleute sind in der Saison 2006/2007 bis auf eine Tiefe von 3'656,5 Meter vorgedrungen. Anschliessend wurde die Sonde wieder konserviert und soll erst im Rahmen der nächsten Expedition wieder frei gelegt werden.

Den Experten zufolge spielt die Erforschung des Sees Wostok für die Prognose natürlicher Klimaänderungen in den nächsten Jahrtausenden sowie für die Erforschung des Lebens auf unserem Planeten eine wichtige Rolle. Diese Arbeiten seien ein wichtiger Beitrag Russlands zum Programm des Internationalen Polarjahres 2007/2008, sagten die Wissenschaftler.

Die russischen Forscher planen, spätestens 2008 Wasserproben aus dem unter Eis liegenden Binnensee zu entnehmen.

Versorgung


Webcam


Website


Polarnacht
23. April - 21. August (24 Std. dunkel)

Polartag
21. Oktober - 21. Februar (24 Std. hell)


Tierwelt
Die Station liegt rund 1'000 km von der Küste entfernt, keine Tiere